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descriptionHände vor den Augen
Angst vor dem Fliegen, vor großen Plätzen oder vor Menschenmengen – Angsterkrankungen sind facettenreich und lähmen den Betroffenen.
descriptionNotausgang-Schild
Angst ist lebenswichtig. Steigert sie sich jedoch bis zur Krankheit, kommen als Auslöser Medikamente oder Drogen infrage. Auch die Gene spielen eine Rolle.
descriptionHände ringen
Phobie, Panik oder generalisierte Angststörung – meist tritt Angst nur vor einer bestimmten Situation auf, manchmal weitet sie sich sintflutartig aus.
descriptionFrau beim Yoga
Psychotraining, Entspannung und Bewegung helfen dabei, die Angst zu besiegen. Typische Qualitätsmerkmale zeigen, ob eine Angst-Therapie seriös ist.
descriptionZwei Wanderer auf dem Gipfel
Die Angst zu akzeptieren kann sie oft schon leichter machen. Unsere Tipps und Adressen helfen Angehörigen und Betroffenen dabei, mit der Angst umzugehen.
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Von Schwitzen bis zu Todesangst

Angststörungen werden danach unterschieden, wovor der Betroffene Angst hat und wie sie sich äußert. Ob zum Beispiel eine Furcht vor Menschenansammlungen (Agoraphobie) noch normal ist oder bereits als Angststörung gilt, hängt davon ab, wie stark sie belastet und das Leben einschränkt. Normal ist es zum Beispiel, sich bei dichtem Gedränge in der U-Bahn nicht besonders wohl zu fühlen. Agoraphobiker hingegen meiden öffentliche Verkehrsmittel. Der tägliche Arbeitsweg wird zur Tortur, ein Kino- oder Theaterbesuch zur Unmöglichkeit.

Im Überblick



Panik-Störung – immer wieder Herzrasen, Schwindel, Zittern

Bei der Panikstörung kommt es zu wiederholten Panikattacken. Dabei sind keine Erklärungen oder äußere Ursachen ersichtlich. Bei Panikattacken tritt plötzlich intensive Angst auf, die sich innerhalb von Minuten ins Extreme steigern kann, bis hin zu Todesangst. Körperliche Symptome wie Herzrasen, Schweißausbrüche, Schwindel, Zittern, ein Gefühl der Beklemmung und Atemnot sind häufige Begleiterscheinungen. Manche Panik-Patienten fühlen sich wie gelähmt und befürchten, die Kontrolle über ihren Körper oder ihren Verstand zu verlieren. Eine Panikattacke dauert meist zwischen zehn und 30 Minuten, selten länger.

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Generalisierte Angststörung

Hier handelt es sich um langanhaltende starke Ängste und Sorgen. Sie beziehen sich nicht auf eine konkrete Situation, sondern kreisen um Alltagssituationen wie Gefahren im Verkehr oder Angst vor Kriminalität. Menschen mit einer generalisierten Angststörung stehen unter ständiger Anspannung, sind leicht reizbar, oft extrem schreckhaft und schlafen meist schlecht. Tagsüber fühlen sie sich beklommen, leiden unter Schweißausbrüchen oder Schwindel.
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Phobie – Angst vor Harmlosem

Als Phobien werden Ängste vor Situationen oder Dingen bezeichnet, vor denen man eigentlich keine Angst haben muss. Phobiker wissen zwar, dass ihre Angst unbegründet ist, können sich aber nicht dagegen wehren.

Bei den spezifischen (isolierten) Phobien treten beispielsweise oft Ängste gegenüber Tieren (Spinnen, Hunden, Mäusen), Höhe oder die Angst vorm Fliegen, engen Räumen, Blut, Verletzungen oder Nadeln bzw. Spritzen auf.

Abzugrenzen von den spezifischen Phobien ist die Agoraphobie, allgemein als Platzangst bekannt. Hierbei kommt es zu Angstanfällen vor Orten oder Situationen, was dann beim Betroffenen zu einer starken Einschränkung seiner Lebensqualität führen kann. Hierzu zählen beispielsweise die Angst vor offenen Plätzen, vor Menschenansammlungen wie auch das Anstellen an eine Warteschlange oder allein schon das Gefühl allein im Haus zu sein.

Auch die soziale Phobie gehört zu den Phobien, muss allerdings ebenfalls gesondert betrachtet werden. Hierbei bestehen bedeutende Ängste etwa davor, sich in Gesellschaft anderer frei zu äußern, zu essen oder sich zu bewegen. Auch die Prüfungsangst zählt dazu.

Vermeidungsstrategien beherrschen den Alltag


Typische Symptome einer Phobie sind – außer der Angst an sich – körperliche Symptome wie Zittern, Schweißausbrüche, Mundtrockenheit, Harndrang, Schwindel oder Schwächegefühl. Die Agoraphobie tritt oft gemeinsam mit einer Panikstörung auf. Ein Merkmal einer jeden Phobie ist, dass der Betroffene die angstauslösende Situation zu vermeiden sucht. Dieses Vermeidungsverhalten schränkt Menschen mit phobischen Störungen in ihrem Alltag stark ein und kann sie im Beruf enorm behindern.
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Menschenmasse
© Shutterstock
Agoraphobie ist die Angst vor öffentlichen Plätzen und Menschenmengen. Für Betroffene sind Fahrten in der U-Bahn oder Kinobesuche sehr unangenehm oder gar nicht möglich.
Spinne im Netz
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Die übertriebene Angst vor Spinnen ist weit verbreitet. Experten sprechen dabei von Arachnophobie.