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descriptionHände vor den Augen
Angst vor dem Fliegen, vor großen Plätzen oder vor Menschenmengen – Angsterkrankungen sind facettenreich und lähmen den Betroffenen.
descriptionNotausgang-Schild
Angst ist lebenswichtig. Steigert sie sich jedoch bis zur Krankheit, kommen als Auslöser Medikamente oder Drogen infrage. Auch die Gene spielen eine Rolle.
descriptionHände ringen
Phobie, Panik oder generalisierte Angststörung – meist tritt Angst nur vor einer bestimmten Situation auf, manchmal weitet sie sich sintflutartig aus.
descriptionFrau beim Yoga
Psychotraining, Entspannung und Bewegung helfen dabei, die Angst zu besiegen. Typische Qualitätsmerkmale zeigen, ob eine Angst-Therapie seriös ist.
descriptionZwei Wanderer auf dem Gipfel
Die Angst zu akzeptieren kann sie oft schon leichter machen. Unsere Tipps und Adressen helfen Angehörigen und Betroffenen dabei, mit der Angst umzugehen.
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Mit der Angst leben

Wer seine Angst erkennt und sich dazu bekennt, hat bereits einen großen Schritt in Richtung Besserung getan. Das Umfeld, also Familie und Freunde, können Betroffene gezielt unterstützen. Dabei gilt, die richtige Balance zwischen „fördern“ und „fordern“ zu finden.

Im Überblick



Angst als Motor

Angst gehört zum Leben. Jeder Mensch erlebt Angst. Wer behauptet, nie Angst zu haben, kennt sich entweder nicht gut oder ist tatsächlich in all seinen Gefühlen und Empfindungen abgestumpft. In den Medien wird gern das Bild vom angstfreien, tollkühnen und coolen Helden propagiert. Gerade junge Menschen nehmen sich daran oft ein Beispiel. Angst gilt bei vielen noch immer als Charakterschwäche.

Wer sich zu seiner Angst bekennt, läuft Gefahr, ausgegrenzt und gedemütigt zu werden. Dabei ist Angst gerade unter Menschen, die im Licht der Öffentlichkeit stehen, sehr verbreitet. Manch einer bekennt sich auch öffentlich dazu. Häufig fällt dann der Begriff von der „Angst als Motor“, der Menschen zu Höchstleistungen anspornt.

Keine Angst vor der Angst


Nun muss nicht jeder von uns aus Angst zu Berühmtheit gelangen. Aber Menschen, denen die Angst geholfen hat, sich selbst anzuspornen, vermitteln eine wichtige Botschaft:
  • Angst hat jeder.
  • Lernen Sie Ihre eigenen Ängste kennen.
  • Akzeptieren Sie Ihre Angst und versuchen Sie, sie für sich zu nutzen.
  • Haben Sie keine Angst vor der Angst. Angst ist unangenehm, aber nicht lebensgefährlich.
  • Bekennen Sie sich dazu und sprechen Sie mit anderen offen darüber.

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Wenn der Partner krank ist – Angehörige mit Angststörung

Ob Partner, Elternteil oder Kind – der familiäre Umgang mit Angst ist schwierig. Grundsätzlich gilt: Unterstützen Sie angstkranke Angehörige, ohne sie selbst behandeln zu wollen. Manchmal erfüllt die Angst auch eine bestimmte Funktion in einer Paarbeziehung oder Familiensituation. Dann ist eine entsprechende Therapie hilfreich. Sie unterstützt Paare und Angehörige, eigene Positionen zu verstehen und die der anderen zu akzeptieren.

Wenn Sie Angehörige haben, die unter Angst leiden, helfen folgende Grundsätze:
  • Akzeptieren Sie die Angst als Krankheit, ohne sich selbst davon abhängig zu machen.
  • Unterstützen Sie den Betroffenen bei der Bewältigung seine Angst und signalisieren Sie Ihre Bereitschaft zu einer gemeinsamen Therapie.
  • Angehörige mit Angst sollten Sie nicht in Ihren eigenen Aktivitäten einschränken, doch seien Sie nicht rücksichtslos.
  • Schenken Sie übermäßigem Klagen nicht zu viel Beachtung und Zuwendung, um die Angstsymptome nicht zu verstärken.
  • Nehmen Sie Ihrem Angehörigen keine Aufgaben ab, die sie/er nicht gut selbst erledigen könnte. Unterstützen Sie jedes Bemühen um Selbstständigkeit.
  • Überlegen Sie gemeinsam, wo Ihre Unterstützung hilfreich ist und wo Sie vielleicht die Störung des Betroffenen eher verstärkt. Versuchen Sie gemeinsam zu unterscheiden zwischen Angst und Bequemlichkeit.
  • Verzichten Sie bei gemeinsamen Aktivitäten auf lange Planungszeiten. Entscheiden Sie lieber spontan, um die Erwartungsangst gering zu halten.
  • Bekommt Ihr Angehöriger in Ihrer Gegenwart eine Panikattacke, so ermutigen Sie ihn, die Situation durchzustehen und sich der Angst auszusetzen. Fahren Sie sie/ihn nicht gleich ins nächste Krankenhaus.
  • Bieten Sie Ablenkung an und fragen Sie nicht ständig nach dem Befinden.
  • Ermutigen Sie Ihr Familienmitglied, zu seinen Ängsten zu stehen und sich damit nicht zu verstecken. Auch Sie selbst müssen sich dafür nicht schämen.
Nicht jeder Angstpatient nimmt ärztliche Hilfe in Anspruch. Es gibt eine Fülle von Literatur, auch Selbsthilfebücher, zum Thema Angst. Mit Unterstützung durch Familie und Freunde, aber auch allein, kann man aus eigener Kraft einen Weg aus der Angst finden.
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Adressen und Links zum Thema Angst, Panik & Phobie

  • Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie e.V.
    Corrensstr. 44-46
    72076 Tübingen
    Tel.: 07071 / 94 34 0
    Tax: 07071 / 94 34 35
    E-Mail: dgvt@dgvt.de
    Internet: www.dgvt.de

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Fallschirmspringen
© Shutterstock
Auch Extremsportler haben Angst. Sie kann als Motor wirken, der Menschen zu Höchstleistungen anspornt.
Paar auf einer Blumenwiese
© Shutterstock
Wenn der Partner oder die Partnerin unter einer Angststörung leidet, brauchen sie Unterstützung und Akzeptanz. Wichtig ist aber, die Selbstständigkeit zu erhalten.