Dieser Inhalt benötigt den Adobe Flash Player. Diesen können Sie unter http://www.adobe.com/go/getflashplayer kostenlos herunterladen.
descriptionHände vor den Augen
Angst vor dem Fliegen, vor großen Plätzen oder vor Menschenmengen – Angsterkrankungen sind facettenreich und lähmen den Betroffenen.
descriptionNotausgang-Schild
Angst ist lebenswichtig. Steigert sie sich jedoch bis zur Krankheit, kommen als Auslöser Medikamente oder Drogen infrage. Auch die Gene spielen eine Rolle.
descriptionHände ringen
Phobie, Panik oder generalisierte Angststörung – meist tritt Angst nur vor einer bestimmten Situation auf, manchmal weitet sie sich sintflutartig aus.
descriptionFrau beim Yoga
Psychotraining, Entspannung und Bewegung helfen dabei, die Angst zu besiegen. Typische Qualitätsmerkmale zeigen, ob eine Angst-Therapie seriös ist.
descriptionZwei Wanderer auf dem Gipfel
Die Angst zu akzeptieren kann sie oft schon leichter machen. Unsere Tipps und Adressen helfen Angehörigen und Betroffenen dabei, mit der Angst umzugehen.
  • Schriftgröße normal
  • Schriftgröße mittel
  • Schriftgröße maximal

Warum ein Urgefühl überhandnimmt

Angst ist ein Urgefühl – seit Jahrtausenden sichert sie das menschliche Überleben. Manchmal kann jedoch aus verdrängter Angst eine Angstkrankheit entstehen. Auch die Gene können eine Rolle dabei spielen, ob jemand gefährdet ist, Panik und Phobien zu entwickeln.

Angst als Fluchtreflex ist überlebenswichtig

Angst signalisiert im Normalfall immer eine konkrete Bedrohung und mobilisiert im Menschen einen unmittelbaren Fluchtreflex: Die Körperspannung steigt, Herz und Muskeln werden aktiviert, die Atmung wird beschleunigt, und alle Sinne werden maximal geschärft, um der Gefahr schnellstmöglich auszuweichen.
↑ nach oben

Angst hat viele Ursachen

Je nach Lehrmeinung gibt es mehrere Theorien, wie Angststörungen entstehen. Fest steht, dass die genetische Veranlagung Einfluss hat. Erfahrungen, Medikamente, Drogen und körperliche Erkrankungen, besonders der Schilddrüse, können die Entwicklung einer Angststörung begünstigen.

Beginn in der Pubertät

Aus Untersuchungen weiß man, dass sich die meisten Angsterkrankungen erstmals in der Pubertät und im frühen Erwachsenenalter bemerkbar machen: Durch Lernen und Erfahrungen entwickelt sich nach und nach unsere Persönlichkeit. Die Gene liefern „nur“ die biologische Grundlage für unser späteres Verhalten. Erlebnisse in der frühen Kindheit können Angst verursachen.

Kinder lernen durch Kopieren
auch übertriebene Angst

Laut Lerntheorie kopieren Kinder das ängstliche Verhalten der Eltern und „lernen“ so, vor Situationen Angst zu haben, die eigentlich ungefährlich sind. Ein Beispiel: Überbehütende Eltern schränken ihre Kinder oft in ihrem Bewegungs- und Entdeckungsdrang ein, beim Laufen, Klettern oder Erforschen der Umwelt. Als Erwachsene werden diese Kinder später wahrscheinlich mehr Angst haben als andere.

Krank vor Angst durch Medikamente


Medikamente können Nebenwirkungen haben, die Angst begünstigen. So wurden zum Beispiel einer Studie zufolge bei der Einnahme der „Abnehm-Pille“ Rimonabant Angstgefühle als schwere psychische Nebenwirkung beobachtet. Angstzustände und Panikattacken durch das Malaria-Mittel Mefloquin machten vor einigen Jahren Schlagzeilen. Auch starke Schmerzmittel können angstverstärkend wirken, so zum Beispiel Opiate.

Drogen machen Angst

Die Liste der die Angst begünstigenden Drogen ist lang: Alkohol, Cannabis, Halluzinogene, „magische Pilze“, synthetische oder natürliche Drogen – Angst als psychische Störung ist nur eine der Schattenseiten des Rauschs.
↑ nach oben

Notausgang-Schild
© Shutterstock
Der Fluchtreflex ist die natürliche Folge der Angst. Menschen, die mit einer konkreten Bedrohung konfrontiert sind, reagieren mit einem schnelleren Puls, angespannten Muskeln und hellwachen Sinnen.
Mutter und Kind beim Wandern
© Shutterstock
Kinder lernen ängstliches Verhalten, indem sie ihre Eltern nachahmen. Schränken Eltern ihre Kinder in ihrem Bewegungs- und Entdeckungsdrang stark ein, werden diese später zu ängstlicheren Menschen.