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descriptionGrafik: Lunge
Er gilt als der gefährlichste Krebs und ist vor allem bei Frauen auf dem Vormarsch. Der Grund: Rauchen – es kann das Risiko bis zu 30-fach erhöhen.
descriptionRöntgenbild der Lunge
Erst im Spätstadium kann sich Lungenkrebs mit Husten und Schmerzen bemerkbar machen. Bildgebende Verfahren und Labortests schaffen früher Gewissheit.
descriptionMikroskop
Welches Stadium hat der Tumor und in welchem Lungenbereich wächst er? Diese Fakten entscheiden über Therapiemaßnahmen und Heilungschancen.
descriptionOperationsbesteck
Skalpell, Strahlen und Substanzen eliminieren den Tumor. Große Hoffnung richtet sich auf neue, sanftere Therapien, die den Tumor aushungern oder bekämpfen.
descriptionZigarette
Jeder, der sich gegen das Rauchen entscheidet, entschärft sein persönliches Lungenkrebsrisiko massiv. Tipps für den Weg ins rauchfreie Leben.
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Tumorlage und Typ entscheiden über Prognose

Um die Therapie einzuleiten, werden alle Einzelergebnisse der Diagnostikmaßnahmen gemeinsam interpretiert. Welcher Zelltyp ist entartet? Wie groß ist der Tumor? Sind Lymphknoten oder andere Organe befallen? Von diesen Antworten hängt die Prognose über die Heilungschancen ab.

Im Überblick



Ganz wichtig für die Therapieplanung ist es, die Tumorart zu kennen. Lungenkarzinome können von verschiedenen Zellen ausgehen und werden deshalb wie folgt unterteilt:
  • Kleinzelliges Lungenkarzinom
    Dieses Karzinom geht von Zellen aus, die ähnlich wie Drüsen verschiedene Botenstoffe (Hormone) produzieren und in den Blutkreislauf abgeben. Die normalerweise nur in sehr geringen Mengen hergestellten Stoffe werden vom Krebsgewebe gelegentlich im Übermaß produziert. Deshalb sind hormontypische Beschwerden manchmal das erste Zeichen bei dieser Lungenkrebsform. Dieser Karzinomtyp macht 15 Prozent der Lungenkarzinome aus.
  • Nicht-kleinzellige Bronchialkarzinome wie

    Plattenepithelkarzinom
    Das Karzinom geht von den Zellen aus, die die Bronchien auskleiden: dem Epithel. Es ist mit 30 bis 40 Prozent der häufigste Lungentumor.

    Adenokarzinom Bei dieser Form gehen die Veränderungen von den schleimbildenden Drüsenzellen der Bronchien aus; sie betrifft 25 bis 35 Prozent aller Lungenkarzinome.

    Großzellige Lungenkarzinome

    Hierzu gehören Karzinome ohne plattenepitheliale oder drüsige Differenzierung. Gelegentlich findet sich ein riesenzelliger Typ. Sie machen zirka 15 Prozent aller Lungenkarzinome aus.

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Wo genau befindet sich das Karzinom?

Lungenkarzinome werden außer nach ihrem Zelltyp auch nach ihrer Lage in der Lunge unterschieden. So gibt es zentrale, das heißt in der Nähe der Lungenwurzel und der Hauptbronchien gelegene und periphere, das heißt am Rand der Lunge gelegene Lungentumoren. Die meisten Lungenkarzinome haben eine zentrale Lage. Der sogenannte „Pancoast-Tumor“ nimmt eine Sonderstellung ein: Er sitzt an der Lungenspitze, durchwächst das Rippenfell und kann bis in den Schulter-Hals-Bereich vordringen.
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Optimale Therapie im Frühstadium

Lungenkrebs wird nach dem TNM-System in Stadien (Staging) eingeteilt. So lässt sich die Tumorausbreitung besser beurteilen.
  • T steht für Tumor: Seine Größe und Ausdehnung wird erfasst. Wie groß ist der Tumor? Ist der Tumor auf das Lungengewebe beschränkt? Hat er sich bereits auf das Brustfell ausgedehnt? Oder hat er sogar schon Organgrenzen überschritten und betrifft beispielsweise auch Brustwand, Zwerchfell, Herzbeutel oder Wirbelkörper? Eingeteilt wird in T1 bis T4.
  • N steht für Lymphknoten: Hier wird erfasst, ob und wenn ja wie viele Lymphknoten an welchem Ort befallen sind. Sind beispielsweise nur Lymphknoten im Bereich der Lungenwurzel befallen oder hat der Krebs schon auf andere Lymphknoten übergegriffen beispielsweise auf die über dem Schlüsselbein? Eingeteilt wird in N0 bis N3.
  • M steht für Metastasen: Hier wird beschrieben, ob es bereits Metastasen etwa im Gehirn, in der Leber, in den Knochen oder im Herzen gibt. Eingeteilt wird in M0 oder M1.
Es gilt: Je niedriger die Zahlen hinter den Buchstaben sind, desto besser ist die Prognose für den Patienten.
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Andere Klassifikation bei kleinzelligen Tumoren

Beim kleinzelligen Lungenkarzinom wird auch eine andere Klassifikation benutzt: Es wird der auf einen Lungenflügel begrenzte Tumor (limited disease) vom grenzüberschreitenden Tumor (extensive disease) abgegrenzt.

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G (Grading): Je undifferenzierter die Tumorzellen, desto bösartiger ist der Krebs.

Nach der Operation wird das Tumorgewebe vom Pathologen unter dem Mikroskop untersucht. Er beurteilt den Differenzierungsgrad (Reife) der Tumorzellen (Grading). Je differenzierter ein Tumor ist, umso mehr ähnelt er den gesunden Körperzellen und desto weniger bösartig ist er. Umgekehrt ist ein undifferenzierter Tumor als sehr bösartig (maligne) einzustufen.

Die Einteilung reicht von G1 (gut differenziert) bis G3 (gering differenziert).
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Ärzte mit Röntgenbildern der Lunge
© iStockphoto
Alle Untersuchungsdaten werden zusammengetragen, um das Stadium des Tumors zu definieren.
Mikroskop
© Shutterstock
Im Labor wird untersucht, um welche Zelltypen es sich handelt. Diese Bestimmung ist wichtig, denn je nach Zelltyp verordnen die Ärzte eine andere, gezielt gegen diesen Tumor gerichtete Therapie.