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descriptionGrafik: Lunge
Er gilt als der gefährlichste Krebs und ist vor allem bei Frauen auf dem Vormarsch. Der Grund: Rauchen – es kann das Risiko bis zu 30-fach erhöhen.
descriptionRöntgenbild der Lunge
Erst im Spätstadium kann sich Lungenkrebs mit Husten und Schmerzen bemerkbar machen. Bildgebende Verfahren und Labortests schaffen früher Gewissheit.
descriptionMikroskop
Welches Stadium hat der Tumor und in welchem Lungenbereich wächst er? Diese Fakten entscheiden über Therapiemaßnahmen und Heilungschancen.
descriptionOperationsbesteck
Skalpell, Strahlen und Substanzen eliminieren den Tumor. Große Hoffnung richtet sich auf neue, sanftere Therapien, die den Tumor aushungern oder bekämpfen.
descriptionZigarette
Jeder, der sich gegen das Rauchen entscheidet, entschärft sein persönliches Lungenkrebsrisiko massiv. Tipps für den Weg ins rauchfreie Leben.
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Wichtigster Schutz – Nichtraucher werden

Vitamine entschärfen aggressive Sauerstoffmoleküle im Körper, die als Wegbereiter für Entzündungen und Krebs gelten. Noch gezielter schützen Sie sich jedoch gegen Lungenkrebs, wenn Sie mit dem Rauchen aufhören.


Im Überblick



Antioxidantien

Antioxidantien neutralisieren sogenannte freie Radikale und werden deshalb auch als Radikalenfänger bezeichnet. Freie Radikale sind aggressive Verbindungen, die bei verschiedenen Stoffwechselvorgängen im Körper entstehen, aber auch durch zahlreiche äußere Einflussfaktoren gebildet werden. Freie Radikale sind für Abwehrreaktionen des Körpers wichtig, können aber auch Schäden an der DNA, den Zellmembranen und Körpereiweißen hervorrufen. Diese Schädigungen führen zu vorzeitigen Alterungserscheinungen wie Nachlassen der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit, aber auch Krebs und Gewebetod können die Folge sein.

Um den unkontrollierten Angriff freier Radikaler zu regulieren, besitzt unser Organismus ein antioxidatives Schutzsystem. Bei einem Überschuss an freien Radikalen spricht man von oxidativem Stress.

Folgende Antioxidantien spielen eine wichtige Rolle:
  • Vitamin A, C, E und Carotinoide
  • Coenzym Q10
  • Selen, Zink, Mangan, Kupfer
  • L-Cystein
  • Flavonoide
  • Anthocyane
Im Einzelnen schreibt man Antioxidantien folgende Effekte zu:
  • Risikosenkung im Hinblick auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Senkung des Risikos für verschiedene bösartige Tumoren, zum Beispiel Darmkrebs, Magenkrebs, Lungenkrebs
  • Verlangsamung allgemeiner Alterserscheinungen wie zum Beispiel der Hautalterung
  • Risikosenkung neurodegenerativer Erkrankungen wie Morbus Alzheimer, Morbus Parkinson, Multiple Sklerose und Epilepsie.
Um optimal funktionieren zu können, sollten dem körpereigenen antioxidativen Schutzsystem möglichst alle antioxidativen Wirkstoffe in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Dabei ist in der Regel eine ausgewogene, gesunde Ernährung ausreichend. Eine spezielle Zufuhr von Nahrungsmittelergänzungsstoffen ist meistens nicht notwendig und kann manchmal sogar eher schädlich sein. Beispielsweise geht eine erhöhte β-Carotingabe mit einem erhöhten Lungenkrebsrisiko einher.


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Raucher werden immer jünger

„Rauchen schadet Ihrer Gesundheit“ – diesen Slogan können viele schon nicht mehr hören. Dass Rauchen der Gesundheit schadet, ist den meisten bekannt – aber offensichtlich nicht bekannt genug, vor allem wenn es um die gesundheitlichen Konsequenzen geht. Nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung führt Zigarettenrauchen in Deutschland jährlich zu mehr Todesfällen als AIDS, Alkohol, illegale Drogen, Verkehrsunfälle, Morde und Selbstmorde zusammen. Rund 140.000 Menschen sterben hierzulande jährlich an den Auswirkungen des Tabakkonsums – etwa 380 Personen pro Tag. Statistiken der WHO, des Bundesgesundheitsministeriums und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zeigen, dass in Deutschland immer noch bis zu 20 Millionen Menschen zwischen 18 und 59 Jahren rauchen.

Und die Raucher werden immer jünger: Das durchschnittliche Einstiegsalter beträgt jetzt schon 11,6 Jahre. Insgesamt rauchen bis zu 40 Prozent der 12- bis 25-Jährigen regelmäßig oder gelegentlich. Drei Viertel der Raucher in Deutschland haben bereits vor dem 18. Lebensjahr mit dem Rauchen begonnen.
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Aufklärungskampagnen ineffektiv

Eine Studie der Universität Würzburg über das Rauchverhalten von Jugendlichen zeigt: Schilder mit durchgestrichener Zigarette oder der Aufschrift „Bitte nicht rauchen“ steigern eher das Verlangen nach dem Glimmstängel, als dass sie davon abhalten.

Über die gesundheitlichen Folgen des Rauchens ist die Jugend offensichtlich auch kaum informiert. So kannten die Befragten die häufigste Todesursache bei Rauchern nicht – diese sterben meist nicht an Lungenkrebs, sondern an Herz-Kreislauf-Krankheiten. Auch dem Passiv-Rauchen maßen die jungen Leute kaum Bedeutung bei.

Psychologische Auswirkungen des Rauchens einer Zigarette wurden ebenfalls falsch gedeutet: So glauben die Raucher im Unterschied zu den Nichtrauchern, dass Rauchen ihre Leistungsfähigkeit steigere, dass sie nicht vom Nikotin abhängig seien und dass die Clique ihr Rauchverhalten kaum beeinflusse.
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Tabak – ein Sammelsurium gefährlicher Stoffe

Im Zigarettenrauch finden sich neben Nikotin und Teerstoffen noch Kohlenmonoxide und rund 4.800 weitere chemische Substanzen. Mehr als 50 davon sind nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg (DKFZ) krebserregend oder stehen zumindest im Verdacht, es zu sein. Zigarettenhersteller fügen dem Tabak nach DKFZ-Angaben bis zu rund 600 Zusätze zu.

Dazu zählen: Aromagemische, Gewürze, Kaffee, Honig, Öle, Wachse, Fette, Aminosäuren, Pflanzengummi, Stärke und Mehle. Etliche dieser Stoffe sind auch in Lebensmitteln zugelassen und gelten zunächst als unschädlich. Bei den hohen Temperaturen in der Glutzone von 600 bis 900 Grad wandeln sie sich jedoch in krebserregende Substanzen um.

Hauptstoffe in Zigaretten sind:
  • Nikotin: Gilt unter den Stoffen im Tabak als Auslöser für die Sucht. Es versetzt das zentrale Nervensystem in Erregung und sorgt so für den „Kick“.
  • Ammoniak: Der Stoff wirkt für das Nikotin auf seinem Weg in den Körper wie eine dreispurige Autobahn. Er sorgt dafür, dass mehr Suchtgift als üblich noch schneller in den Blutkreislauf gelangt. Ammoniak macht das Nikotin fettlöslicher. Es kann dadurch besser durch die Gewebeschichten im Körper gleiten. Viele Experten kritisieren, dass Raucher deswegen leichter abhängig werden.
  • Menthol: Ist in fast allen Zigaretten enthalten – nicht nur in extra ausgezeichneten Mentholzigaretten. Die Substanz führt zur Verminderung des stechenden Schmerzes beim Einatmen und mindert den Hustenreiz. Es ermöglicht so schon Kindern ein tieferes Inhalieren des Rauches.
  • Zucker: Verschiedene Zucker überdecken in Verbindung mit Ammoniak den strengen Tabakgeschmack, sodass das Rauchen angenehmer wird. Bei der Verbrennung der Zucker entstehen zudem Aldehyde. Einige Aldehyde sind krebserregend und zerstören außerdem die Schleimhaut, durch die dann weitere schädliche Stoffe gelangen können
Fette, Wachse, Zimtalkohol und weitere Verbindungen können sich ebenfalls in krebserregende Substanzen umwandeln.
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Wasserpfeifen – keine harmlose Alternative

Orientalische Pfeifen, sogenannte Shi-Shas, werden bei deutschen Jugendlichen immer beliebter, aber auch sie enthalten den gefährlichen Tabak. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt, Wasserpfeifen in die Aufklärung über die Gefahren des Rauchens einzuschließen, da die Suchtgefahr mit Zigaretten vergleichbar sei.

Die bislang vorliegenden Studien deuten sogar darauf hin, dass über den Rauch von Wasserpfeifen größere Mengen an Schadstoffen wie Teer und Kohlenmonoxid aufgenommen werden als über filterlose Zigaretten, wie das BfR erläutert. Im Rauch von Wasserpfeifen wurden außerdem krebsauslösende Substanzen wie Arsen, Chrom und Nickel in zum Teil hohen Konzentrationen nachgewiesen. Nach mehrjährigem Konsum wurden Verschlechterungen der Lungenfunktion und ein erhöhtes Krebsrisiko beobachtet.

20 bis 80 Prozent dieser krebserregenden Stoffe dringen tief in die Lunge ein und werden unterschiedlich eingelagert oder abgebaut. Im Laufe eines Raucherlebens bekommt die Lunge durch die Teerstoffe die typisch schwarzen Flecken. Bei täglich 20 Zigaretten legen sich pro Jahr etwa eine Tasse Teerstoffe in der Lunge ab. Diese Teerstoffe erhöhen das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, um das 30-Fache! Lungenkrebs verläuft in bis zu 90 Prozent der Fälle tödlich. Da es keine Früherkennungsuntersuchung gibt, ist das Nichtrauchen das beste Vorbeuge-Programm.
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So werden Sie Nichtraucher

Es gibt also viele gute Gründe, das Rauchen aufzugeben. Doch das ist nicht so leicht. Die meisten Raucher haben vergebliche Versuche hinter sich, ihr Laster loszuwerden. Bei einem erfolgreichen Rauchausstieg können bestimmte Verhaltensregeln aber auch Mittel aus der Apotheke, wie beispielsweise Nikotinkaugummis, helfen. Ausführliche Informationen darüber erhalten Sie in unserem Thema Rauchentwöhnung.
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Entwöhnung auf Rezept

Seit 2000 ist auch ein verschreibungspflichtiges Medikament, das Bupropion, zur Nikotinentwöhnung zugelassen. Allerdings ist es nur durch einen Arzt über ein Rezept zu erhalten und dieser muss wegen der möglichen Nebenwirkungen eine Risiko/Nutzenabschätzung vornehmen.

Das seit 2007 eingeführte, verschreibungspflichtige Vareniclin, ein partieller Nikotinrezeptorhemmer, stellt einen Fortschritt in der Nikotinentwöhnung dar, besonders da es weniger unerwünschte Nebenwirkungen zeigt als andere Medikamente. Langzeiterfahrungen stehen jedoch noch aus.

Weitere Informationen über Nikotinkaugummi und -pflaster
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Adressen


  • Deutsche Krebsgesellschaft e.V.
    Kuno-Fischer-Straße 8
    14057 Berlin
    Tel: 030 / 322 93 29 0
    Fax: 030 / 322 93 29 66
    Internet: www.krebsgesellschaft.de
  • Deutsche Atemwegsliga e.V.
    Im Prinzenpalais: Burgstraße 12
    33175 Bad Lippspringe
    Tel: 05252 / 93 36 15
    Fax: 05252 / 93 36 16
    E-Mail: kontakt@atemwegsliga.de
    Internet: www.atemwegsliga.de

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Verschiedene Früchte
© fotolia
Frisches Obst enthält eine Menge an Antioxidantien. Diese Biostoffe schützen die Zellen und können Entzündungen entgegenwirken.
Aschenbecher
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Rauchen ist eine Sucht – deshalb ist Aufhören so schwer. Scheuen Sie sich nicht, professionelle Hilfe dafür in Anspruch zu nehmen, falls die eigene Initiative nicht ausreicht.
Rauch
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Tabakrauch enthält mehr als 50 Stoffe, die Krebs erregen könnten. Was viele Raucher nicht wissen: Zigarettenhersteller fügen dem Tabak bis zu 600 Stoffe zu. Zwar sind viele von ihnen harmlos, doch beim Verbrennungsvorgang können sie gefährliches Potenzial entwickeln.