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descriptionBeine
Bindegewebsschwäche, Bewegungsmangel und Übergewicht verändern die Venen gefährlich. Krampfadern entstehen und Gewebe kann absterben.
descriptionUltraschallgerät
Dicke, schmerzende Beine, Besenreiser und Krampfadern sind typische Zeichen für Venenprobleme. Mit Ultraschall erkennt der Arzt, was die Ursache ist.
descriptionKastanien
Schwache Venen kann man stärken – von innen und außen, mit Heilpflanzen, Enzymen, Wasseranwendungen und speziellen Druckverbänden.
descriptionInfusionskanüle
Große Schnitte sind nicht mehr nötig: Verödungsschaum, Stripping, Laserstrahl oder Radiowellen lassen kranke Venen verschwinden.
descriptionSportschuhe schnüren
Bewegung, Abnehmen und öfter mal die Beine hochlegen – diese Maßnahmen helfen, eine Venenerkrankung zu vermeiden oder ihr Fortschreiten hinauszuzögern.
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Diagnostik: Blutgefäße sichtbar machen

Venenschwäche macht sich durch typische Symptome bemerkbar: schwere Beine und im Laufe des Tages dicker werdende Knöchel und Unterschenkel. Besenreiser und Krampfadern treten auf. Bei diesen Symptomen sollte man zum Arzt gehen. Er stellt die Diagnose mithilfe einer Reihe schmerzfreier Untersuchungen.

Im Überblick



Besenreiser, die oft eine Vorstufe der Krampfadern darstellen, sind gut sichtbar: Diese isolierten Erweiterungen winziger Gefäße zeigen sich als bläulich-rötliche Verästelungen direkt in der Haut. Auch die Krampfadern liegen dicht unter der Haut und bilden bläulich gekrümmte Stränge. Sie verursachen typische Symptome (siehe unten), die man als Anlass für einen Arztbesuch nehmen sollte. Doch gibt es auch Menschen, die Venenprobleme insbesondere der tiefen Beinvenen haben und dies zunächst nicht bemerken.

Folgende Symptome können bei einer Venenschwäche beziehungsweise -erkrankung auftreten:
  • ein Schweregefühl in den Beinen
  • Spannungsgefühl, ziehende Schmerzen in den Beinen
  • Juckreiz
  • nächtliche Wadenkrämpfe
  • Besenreiser an den Innenknöcheln
  • zeitweilig brennende, nicht selten stechende Schmerzen
  • ein Anschwellen des betroffenen Beins: Das Bein wird dicker und schwerer (vor allem am Abend), weil sich eine größere Blutmenge darin angesammelt hat als bei einem normal funktionierenden Blutkreislauf)
  • Ödeme
  • Verfärbungen der Haut
  • Pilzinfektionen der Haut und der Zehen


Gerade bei geschwollenen Beinen ist schnelles Handeln wichtig, denn:
  • Die Schwellung kann ein Endzustand eines geschwächten Venensystems sein, bei dem das Blut in den kranken, erweiterten Venen nicht mehr zum Herzen fließt.
  • Wenn die Hauptvenen durch Thrombose verschlossen sind, schwellen die Beine ebenfalls an.
  • Möglicherweise ist das Lymphsystem ebenfalls erkrankt, das heißt die zwischen den Zellen gelegene Gewebsflüssigkeit wird nicht mehr abtransportiert.
  • Zu Wasseransammlungen in den Beinen kann es auch bei Herzschwäche oder gestörter Nierenfunktion kommen.
Wichtig: Wenn die oben genannten Symptome bei Ihnen auftreten, sollten Sie zum Arzt gehen, um die Ursache abklären zu lassen. Frühzeitige Behandlungsmaßnahmen können die Erkrankung aufhalten und die bestehenden Beschwerden lindern.
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Fußpulse tasten ist ein Muss

Bevor der Arzt mit der apparativen Diagnostik beginnt, befragt er den Patienten unter anderem zu seinen Lebensgewohnheiten und erkundigt sich nach Krampfadern-Fällen in der Familie. Auch misst er den Fußpuls am Innenknöchel und auf dem Fußrücken. Durch diesen einfachen Griff kann er beurteilen ob eine arterielle Durchblutungsstörung (pAVK) vorliegt.
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Duplex-/ Dopplersonografie

Die Untersuchung der Krampfadern ist heute unkompliziert und schmerzlos. Der Arzt stellt die Diagnose mit einem Ultraschall-Verfahren, genauer mit der farbkodierten Duplexsonografie, einer Kombination von Ultraschallbild und Doppleruntersuchung. Mit dieser Untersuchung lassen sich Strömungsgeschwindigkeit und -richtung des Bluts in den Venen, das Venensystem und die Schwere des Krampfader-Leidens beurteilen. Es ist auch zu erkennen, ob eine Thrombose vorliegt und ob es Veränderungen im tiefen Venensystem gibt. Der Zustand der Venenklappen wird ebenfalls sichtbar.
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Phlebografie nur noch in Ausnahmefällen

Nur in seltenen Fällen – wenn etwa eine genaue Darstellung der Beckenvenen nötig ist – nimmt der Arzt eine Röntgenuntersuchung der Venen (Phlebografie) vor. Bei der Phlebografie wird ein Kontrastmittel in die Venen gespritzt, sodass auf dem Röntgenbild die gesamten anatomischen Verhältnisse des tiefen als auch des oberflächlichen Venensystems zu sehen sind.
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Untersuchungen mit wenig Aussagekraft

Die Venendruckmessung (Phlebodynamometrie) mittels Kanüle, die Lichtreflexionsrheografie (LRR) und die Venenverschlussplethysmografie, die mit einer Blutdruckmanschette vorgenommen wird, sind durch die Duplexsonografie fast überflüssig geworden. Die LRR, bei der ein Infrarot-Lichtkopf die Venenblutfülle unter der Haut übermittelt, wird in manchen Arztpraxen, Kliniken, Apotheken und Sanitätshäusern als Screening-Methode angeboten. Sie erlaubt keine sichere Diagnose, kann aber erste Hinweise auf ein Krampfadern-Leiden geben.
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Frau fasst sich an die Wade
© iStockphoto
Schmerzen in den Unterschenkeln und Ödembildung sollten auf jeden Fall zum Arzt führen.
Ultraschallbild einer Vene
© Sonographie-Atlas
Duplexsonografie - nach der körperlichen Untersuchung sollte der Arzt mit einer Doppler-Ultraschalluntersuchung kontrollieren, wie groß der Blutfluss in den Venen (auch Leisten- und Knieregion) ist.