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Andere Krankheiten mit den gleichen Symptomen wie bei Gastritis



Die Beschwerden bei einer Gastritis (Magenschleimhautentzündung) können folgenden Krankheitsbildern ähneln:

Funktionelle Dyspepsie (Reizmagen)

Beim Reizmagen werden ähnliche subjektive Beschwerden wie bei einer Gastritis – also Druck- und Völlegefühl in der Magengegend, Übelkeit oder auch Sodbrennen – angegeben. Es liegen aber im Gegensatz zu Gastritis keine organischen Schäden vor. Die Ursache für solche funktionellen Beschwerden ist noch weitgehend unklar. Als Auslöser dafür kommen vor allem psychische Belastungen in Betracht. Oft werden gleichzeitig Kopfschmerzen und Schlafstörungen angegeben. In letzter Zeit wird auch eine Infektion mit Helicobacter pylori diskutiert. In manchen Fällen kann eine Nahrungsmittelallergie oder -unverträglichkeit Auslöser der Beschwerden sein.

Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür (Ulkuskrankheit)

Auch die Ulkuskrankheit verursacht Appetitlosigkeit, Völlegefühl und Übelkeit. Im Vergleich zur chronischen Gastritis kommen bei der Ulkuskrankheit aber Schmerzen im Oberbauch hinzu. Diese treten beim Magengeschwür meist nach der Mahlzeit oder nahrungsunabhängig auf, beim Zwölffingerdarmgeschwür eher bei Nüchternheit und verschwinden sofort nach der Nahrungsaufnahme für einige Stunden. Betroffene leiden oft auch nachts unter Schmerzen.

Magenkrebs

Der Magenkrebs im Anfangsstadium verursacht eher uncharakteristische Beschwerden wie Druck- und Völlegefühl. Auffälliges Merkmal kann eine rasche Gewichtsabnahme sein. Manchmal wird auch ein starker Widerwille gegen Fleisch angegeben.

Sind die Symptome nicht eindeutig zuzuordnen, kann eine Spiegelung des Magens und Zwölffingerdarms (Gastro-Duodenoskopie) mit Entnahme einer Gewebeprobe Klarheit bringen.

Gesicherte Diagnose
Nur die Gesamtheit aller Beschwerden und Symptome, unter denen ein Patient leidet gibt letztendlich Aufschluss darüber, welche Erkrankung tatsächlich vorliegt. Krankheiten, die bei der Diagnostik aufgrund sehr ähnlicher oder nahezu identischer Symptomkomplexe ebenfalls infrage kommen, werden als Differenzialdiagnosen bezeichnet. Der Arzt schließt diese mittels der sogenannten Differenzialdiagnostik als Ursache aus, bevor er mit der Therapie beginnt.

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